Die Krimiautorin Uli Aechtner

Uli Aechtner RomaneIn Bonn geboren, aufgewachsen und studiert, siedelt die Krimiautorin Uli Aechtner 1992 in die Wetterau um. Der Liebe wegen natürlich. Heute liebt sie ihren Mann noch immer und  inzwischen auch ihre Heimat von Herzen. „Damals habe ich sehr schnell Kontakt zu den Menschen hier gefunden“, erinnert sich die sympathische Frau. Ihre Kinder sind klein, gehen zur Schule. Immer gibt es Schulveranstaltungen, Projekte und Ausflüge, die elterliche Unterstützung brauchen. „Es war ständig etwas los, das uns als Familie vor die Tür lockte.“ Die neuen Bekanntschaften festigen Uli Aechtner nicht nur gesellschaftlich, sondern sind auch Sprungbrett, die Natur und Umgebung schnell kennenzulernen. Historisch, kulinarisch oder auch einfach nur Natur pur in der Wetterau – vieles ist neu und spannend und prägt sie –  bis heute. Und vieles davon hält sie in ihren Büchern auf mehreren hundert Seiten Papier fest – bis heute. Kriminalistisch raffiniert, packend erzählt, und immer ein Bezug zu ihrer neuen Heimat Hessen.

Eine klapprige Schreibmaschine wird der Beginn einer Leidenschaft

Die freie Autorin ist ursprünglich im Fernsehjournalismus zu Hause und arbeitet damals für den französischen Sender TF1, den Südwestfunk und auch das ZDF.

Neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit bringt sie ihre Gedanken und Gefühle abends zu Papier. „Wenn die Kinder  – endlich – im Bett waren und Ruhe einkehrte“, plaudert sie munter und schmunzelt, „setzte ich mich an meine heißgeliebte klapprige Schreibmaschine und legte los.“ Es sei immer wieder wie eine Befreiung gewesen, sich den Alltag von der Seele zu schreiben. Das Abendritual wird zu einer Leidenschaft voller Inspiration und Ideen, die ihr täglich begegnen.  „Damals hätte ich mich nie getraut, von „nur“ meinen eigenen Büchern zu leben“, gibt die Wahlhessin ehrlich zu. Doch die Begeisterung für das Schreiben bleibt. 1995 erscheint ihr erstes Buch „Too much TV“, gefolgt von „Talk-Show-Down.“

Auf historischen Pfaden wandeln

Dann wird Aechtner anlässlich eines Schulausflugs ihres Sohnes auf den Glauberg für ein weiteres literarisches Werk inspiriert. Keltenzorn.  „Historisch bin ich gerne zu begeistern“, gibt die gebürtige Bonnerin von sich preis. Und erinnert sich an ihre Kindheit, in der sie ihren Vater oft auf Reisen begleitet. In Stätten der Antike wie Herculaneum oder dem berühmten Pompeji begreift die 11 Jährige schon damals die Bedeutung von Archäologie. Eine Wissenschaft, die mit natur- und geisteswissenschaftlichen Methoden die kulturelle Entwicklung der Menschheit erforscht.

Ein keltischer Fürst fasziniert und inspiriert

Zur Zeit des besagten Ausfluges werden gerade die berühmten Keltengräber entdeckt. Es sind spannende Wochen in der Wetterau. Geschichte wird ausgegraben, Vergangenheit wiederentdeckt.  An dem Tag, als Uli Aechtner die Umgebung des Glaubergs zum  ersten Mal betritt, spürt sie das Mystische und Magische an diesem Ort. „Die Umgebung dort fasziniert mich bis heute.  Ich liebe die Atmosphäre, genieße jedes Mal wieder die Aussicht und empfinde sogar das Klima als einzigartig!“
Einzigartig wird für die Schriftstellerin auch ihre erste Begegnung mit dem frisch ausgegrabenen steinernen Fürst vom Glauberg. Ein Moment der Gänsehaut, wie sie die Szene beschreibt!
Diese Eindrücke und Gefühle werden Grundlage für ihren Kriminalroman „Keltenzorn“, den Aechtner zusammen mit ihrer Kollegin und Freundin Belinda Vogt schreibt.

Die Gegenwart

Uli Aechtner ist ihrem Traum zu schreiben sehr nahe gekommen. „Ich weiß dies sehr zu schätzen“, gibt sie  dankbar zu, und auch, dass sie ihr Leben in Bad Vilbel genießt. Inzwischen arbeitet die nette Frau von nebenan lediglich als freie Autorin für das ZDF und schreibt ihre eigenen Bücher. Sie bedarf keiner Rituale zum kreativ sein, braucht keine bestimmte Kaffeetasse am Morgen oder Musik, um sich zu inspirieren und ihre Gedanken fließen zulassen. „Als Journalistin kann ich zu jeder Zeit und überall schreiben“, meint sie erklärend. Problemlos pausieren, sich schnell wieder in ihre Texte hineinlesen, weiterschreiben – immer mit Spaß und Elan –  das ist genau ihre Welt. Wenn der Kopf eine Auszeit braucht, entspannt sich Aechtner mit Yoga oder Spaziergängen in der Natur. Die Nidda fließt an ihrer Haustür vorbei, Feldwege in alle Richtungen, umgeben von Wiesen mit Rindern und Pferden sind prädestiniert für Momente, die Seele baumeln zu lassen. „Nicht zu vergessen der alte Dorfkern von Bad Vilbel, der immer eine Abwechslung zu bieten hat“, sagt die Autorin stolz, die sich in ihrer Wetterauer Heimat einfach nur zuhause fühlt!