Popstar Jessica Wahls über die No Angels und die Wetterau

landfest traf sich mit Jessica Wahls und sprach über ihre Heimat, Sport, Grünzeug und etwas Leben…

„DAYLIGHT IN YOUR EYES“  war nur einer von mehreren Nummer-Eins-Hits der jungen Sängerinnen von den „NO ANGELS“. Die Band galt als erfolgreichste „Girl-Group“ Kontinentaleuropas. Die jungen Popstars verkauften über fünf Millionen Platten.
Jessica hat die Wetterau und damit ihre Heimat inzwischen verlassen, lebt in Leipzig.
An die Zeit mit den „NO ANGELS“ erinnert sie sich gerne zurück. „Wir hatten Höhen und Tiefen, Erfolg und mussten dennoch kämpfen“, gibt Jessica ehrlich zu.

Und trotzdem war es einer der schönsten Abschnitte in ihrem Leben.
Heute arbeitet sie bei MDR JUMP in Halle an der Saale und ist Mutter eines Teenagers.

Jessica, du bist in der Wetterau geboren. Was sind deine Lieblingserinnerungen?
Als Kind war ich oft mit meiner Familie im Vogelsberg. Wir wanderten viel und hatten Spaß auf der Sommerrodelbahn. Und ich war schon sehr oft im Hessenpark und in der Lochmühle. Das war immer großartig und ein Ausflug wert. Als Teenie wurden dann das Weinfest in Bad Nauheim und das legendäre Burgfest in Friedberg interessanter…

Gibt es einen Geheimplatz hier in der Gegend, an den du immer gerne zurückkehrst?
Nein, den gibt es heute nicht. Aber früher tummelte ich mich gerne im Bad Nauheimer Park. Er war groß und grün. Der Teich war wundervoll und im Frühjahr waren die Wiesen voller Entenbabys.

Welchen Beruf haben sich deine Eltern für dich vorgestellt?
Ehrliche Antwort? Keine Ahnung! Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals mit meiner Mutter darüber gesprochen zu haben. Ich glaube, sie wollte mich meinen Weg gehen lassen, egal wohin er führt.JessWahls_HagenWolf

Und dann? Als es schließlich die „NO ANGELS“ gab …
Zu dieser Zeit war ich mitten in meiner Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau. Als sich die „NO ANGELS-Option“ auftat, gab es nicht viele Diskussionen.

Du bist Mutter und arbeitest. Bleibt da Zeit für dich?
Na klar! Meine Tochter hat drei Mal die Woche Cheerleader-Training. Diese Zeit nutze ich für mich. Ansonsten ist sie alt genug, auch einmal alleine zu Hause zu bleiben. Ich besuche dann gerne Freunde. Das kommt leider nicht oft vor – aber ab und zu. Generell ist es sehr harmonisch zwischen uns und wir verbringen viel Zeit gemeinsam.

Als „ENGEL“ musstest du damals viel trainieren, um fit zu sein und zu bleiben. Treibst du heute Sport?
Oh je! Ich fange gerade wieder an. Letztes Jahr habe ich so ziemlich genau nichts gemacht. Ich hatte einfach keine Lust!

Was macht dir Spaß?
Einmal die Woche gehe ich zum Ballett – ich gebe zu: ich bin Wiedereinsteiger! Und ich bemühe mich, zusätzlich noch etwas ins Fitnessstudio zu gehen. Kurse oder Muskelaufbau stehen dann auf dem Programm. Das macht mir Spaß.

Was kannst du nicht leiden?
Laufen finde ich furchtbar …! Outdoor-Aktivitäten sind auch nicht mein Ding. Lediglich Inlineskaten mit meiner Tochter liebe ich. Bei schönem Wetter ist das unser Sonntagsritual!

Wo meinst du, sind die Grenzen beim Sport?
Sport sollte definitiv Spaß machen. Sobald sich ein Zwang einstellt oder ein schlechtes Gewissen aufkommt, weil man mal zu Hause auf der Couch chillt, ist was falsch. Alles in Maßen!

Liebst du Brokkoli & Co? Auf welches Grünzeug möchtest du nie verzichten?
Ich bin Pescetarier, also ernähre mich vorrangig vegetarisch. Ab und zu kommen mir Fisch oder Meeresfrüchte in die Quere. Aber auf Grünzeug generell möchte ich gar nicht verzichten.

Wenn du Grünzeug liebst, was sind deine Salatfavoriten?
Ich habe mehrere Salate, die ich sehr gerne mag! Alle lassen sich leicht zubereiten und sind super lecker:
Feldsalat mit roter Bete und Walnüssen
Gemischter Salat mit Grillgemüse und evtl. Fisch oder Scampi
Gemischter Salat verfeinert nach Wunsch mit Himbeeren, dazu gebackene Ziegenkäsetaler

Dazu ein leichtes Dressing, fruchtig oder pikant– fertig und perfekt!

Und wie stehst du zu Grünzeug im Glas, sprich Smoothies?
Smoothies sind nicht so mein Fall.

Wenn du eine Sache auf der Welt verändern dürftest: Was wäre das?
Gerne würde ich in jedem Menschen die Liebe zur Natur, der Umwelt und zu Tieren auf ein Maximum erhöhen. Ich denke, dann würden die Menschen bewusster miteinander und ihrer Umwelt umgehen. Prioritäten würden verschoben werden.

Auf was könntest du in deinem Leben nicht verzichten?
Auf meine Familie und auf Freunde – ganz klar!

Und gut und gerne?
Oh jee, das ist viel. Das fängt bei Intoleranz an, geht über Massentierhaltung und Tierversuche weiter … bis hin zu Verspätungen der Bahn!

Wofür würdest Du mitten in der Nacht aufstehen?
Aufstehen? Ich? Mitten in der Nacht? No way…!