Gronauer Hof Bad Vilbel und die Hereford-Herde. Rinderzucht und Weideprojekt

Die Hereford Rinderzucht

Auf der Domäne Gronauer Hof Bad Vilbel mit ihren rund 100 ha Land betreibt die Gerty-Strohm-Stiftung eine Hereford-Herde. Als überragende Verwerter von Grünland übernehmen die derzeit rund 90 reinrassigen Fleischrinder die Beweidung des Naturschutzgebiets in Bad Vilbel, zwischen Gronau, Dortelweil und Karben.

Domäne Gronauer Hof, Heimat von landfest, Ulrich Siebert Unternehmensberater

Während eine Hereford-Herde dieser Größe in Deutschland noch eher selten ist, leben weltweit in 50 Ländern über fünf Millionen reinrassige Hereford-Fleischrinder in den unterschiedlichsten Klimazonen. Dürre und Nässe, klimatische Extreme – sei es die arktische Kälte oder die tropische Hitze – beeinflussen die Zucht und Mast in keiner Weise. Absetzergewichte von ca. 300 kg, Tageszunahmen von ca. 1.200 g bis 1.500 g sind keine Seltenheit. So können die genügsamen und anpassungsfähigen Tiere problemlos auch unter extremen Bedingungen ganzjährig im Freiland leben. Herefords zeichnen sich außerdem durch ihre Leichtkalbigkeit und ihr ruhiges Wesen aus.

 


Erlebnispunkt in Rheinmain

Domäne Gronauer Hof, Heimat von landfest, Ulrich Siebert UnternehmensberaterZwischen dem Golfclub Lindenhof, dem Gronauer Hof Bad Vilbel, Heimat von landfest, und Bad Vilbel-Dortelweil präsentieren sich die Uferläufe der Nidda weitestgehend neugestaltet. Es ist das größte Renaturierungsprojekt in Hessen, und vielleicht das dynamischste in Deutschland.

„Der Landschaft einen Sinn – den Sinnen eine Landschaft“. Unter diesem Motto ist dem Naturerlebnis ein Abschnitt der Rundroute im Regionalpark RheinMain (KM 79,2 – 106,8) gewidmet. Die Skulptur aus Rohrkolben zeigt schon von weitem den „Aussichtspunkt Gronauer Hof“ – bei Kilometer 80,0. Ein schönes Stück Wetterau als Ruhe-Oase und Kraftort. Mäandernde Flussarme, Flutmulden, Feucht- und Streuobstwiesen, Störche, Falken und Graugänse sind zu Attraktionen dieses besonderen Lebensraums geworden. Und das mitten in der Metropolregion RheinMain.

Mehrere Biotope sind verbunden sowie die Wasserqualität und die Artenvielfalt um ein Vielfaches verbessert worden. Seltene Arten finden in der Flussaue ihre natürlichen Lebensräume, wie die Fische Schneider, Elritze und Nase, aber auch Störche, Fasane, Rebhühner und sogar der Eisvögel, Biber und die europäische Sumpfschildkröte fühlen sich wieder heimisch.

 


Bewegte Vergangenheit

Einiges spricht dafür, dass der Gronauer Hof von 855 bis 1332 zum Kloster Lorsch gehörte. Nachgewiesen ist allerdings die urkundliche Erwähnung etwa 100 Jahr später: Kaiser Sigismund bezeugte als römisch-deutscher Kaiser 1434, dass die Grafen von Hanau im Gronauer Hof(„Niedern Gronauwe“, „Cleingrunaw“) Landesherren sind, jedoch Eigentümer des Hofes das Kloster llbenstadt sei.
Nach häufigem Eigentümerwechsel gehörte der Gronauer Hof von 1806 bis 1813 dem Grafen Regnier, ein Geschenk von niemand geringerem als Napoleon. Von 1813 kam der Hof wieder zu Hanau und ab 1928 ging er schließlich mit rund 100 Hektar als Staatsdomäne zum Land Hessen. Seit 2009 ist die ehemalige Domäne nun größtenteils im Besitz der Gerty-Strohm-Stiftung, die auf über 40 Hektar ehemaliger Ackerfläche eines der größten Naturschutzprojekte in Hessen ins Leben gerufen hat (Historische Angaben aus Bad Vilbeler Heimatblätter August 1973, von Willi Giegerich).

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Domäne Gronauer Hof Bad Vilbel, Heimat von landfest
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Domäne Gronauer Hof Bad Vilbel Hofansicht