Wetterauer Künstler Stephan Guber am Potsdamer Platz in Berlin

Ein wichtiger Botschafter des Wetterauer Kulturraums ist der in Nidda arbeitende Künstler und Bildhauer Stephan Guber. Seit September 2017 steht seine fünfteilige Figurengruppe WIR im Garten der Hessischen Landesvertretung in Berlin, gleich hinter dem Sony Center am Potsdamer Platz.

Mit ihrer Mimik und ihren Blicken zeigen seine Figuren eine innere und äußere Haltung. Ein offener Blick, der Berührung schafft, ein selbstbewusstes individuelles Ein-Stehen als Voraussetzung für Kommunikation, eine freundlich-respektvolle Akzeptanz in der Begegnung. Damit spricht die Arbeit des Wetterauer Bildhauers aus Nidda – angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Umbrüche – in Berlin leise aber eindrucksvoll  elementare Aspekte des menschlichen Miteinanders an.

Stark und leise stehen seine Figuren in der Szenerie. Stephan Guber lebt und arbeitet in Nidda. Seit 30 Jahren ist er freischaffender Künstler, 15 Jahre davon als Bildhauer.

Dass im Mittelpunkt seiner Arbeiten immer der Mensch steht, ist noch nicht das Besondere. Für Stephan Guber ist aber klar, dass jeder Mensch ein Künstler ist. Immer und überall – weil der Mensch nicht sein kann, ohne zu gestalten. Er erschafft sein Umgebung, seine Werkzeuge, seine Tätigkeiten und Kommunikationsweisen.

Woher kommen wir, wohin gehen wir? Die skulpturalen Installationen von Stephan Guber befinden sich in einer Art Zwischenraum, zwischen Innen und Außen, zwischen Gewordenem und Werdendem. Der Bildhauer spricht elementare Urbilder und Ur-Fragen in den religiös-spirituellen Traditionen an. Sie waren für die Menschen schon immer Orte  Antworten zu finden, häufig anhand mythischer Erzählungen oder bildhaften Vorstellungs- und Glaubensinhalten. „Dabei geht es mir nicht um die sentimentale Illustrierung religiöser Bilder, sondern um den Versuch, ihrem tieferen Inhalt, ihrer Entstehung und ihrer künstlerischen Gestaltung im kulturellen Kontext auf die Spur zu kommen.“

WIR – Weltoffen, Individuell, Respektvoll 

Dass seine Arbeiten vor ein paar Jahren immer naturalistischere Züge angenommen haben, überrascht Stephan Guber manchmal selbst. Für das Außengelände der Hessischen Landesvertretung in Berlin konzipierte und realisierte er von 2015 bis 2017 eine konkrete Skulptureninstallation, die dennoch einen subtilen Dialog eröffnet. Seit September  stehen die fünf lebensgroßen, menschlichen Eichenholzskulpturen in den Berliner Ministergärten. Ihre Positionierung, Haltung, Mimik und Blicke zeigen eine innere und äußere Haltung. Ein offener Blick, der Berührung schafft, ein selbstbewusstes individuelles Ein-Stehen als Voraussetzung für Kommunikation, eine freundlich-respektvolle Akzeptanz in der Begegnung. Plötzlich spricht die junge Arbeit des Wetterauer Bildhauers angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Umbrüche leise aber eindrucksvoll in Berlin elementare Aspekte des menschlichen Miteinanders an.

www.stephan-guber.de